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N‘goso Wasser Projekt – Information Juli 2017

Was ist in Kenia eigentlich geschehen seit der Übergabe des Spendenschecks der Gemeinschaftschule Heckengäu an Naretoi e.V.?

Das Projekt wurde in 3 Phasen unterteilt, um die Ausgaben und den Fortschritt des Projekts leichter kontrollieren zu können.

Phase 1: Aufbau und Anschluss zweier Hochbehälter an der Bohrstelle
Phase 2: Verlegung der Erdleitungen von der Bohrstelle zur N‘goso Primary Feeder School
Phase 3: Bau des Wasser-Kiosk, der Duschen und der Viehtränken bei der Schule


Phase 1: Hochbehälter am Bohrloch

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Kurz nachdem wir den ersten Teil des Geldes nach Kenia überwiesen hatten, trafen die zwei stabilen Metallständer und die 5.000l Wassertanks an der Bohrstelle ein. Beides musste in der 70 km entfernten Stadt Narok von Handwerkern gefertigt oder in Geschäften eingekauft werden. Alles wurde auf Lastwagen über die holprige, staubige und ungeteerte Straße zur Bohrstelle transportiert.

Dann begannen die Handwerker mit dem Ausgraben der Fundamente für die Metallständer.

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Schulpartnerschaft Bei unserem Besuch in Kenia Ende Mai konnten wir selbst sehen, dass die erste Bauphase bereits erfolg-reich abgeschlossen worden war. Beide Ständer waren aufgestellt, die Tanks oben auf den Ständern an das Bohrloch angeschlossen und bereits mit Wasser gefüllt.
Die Frauen und Kinder müssen das Wasser jetzt nicht mehr aus dem Fluss holen. Sie kommen aber immer noch den weiten Weg zur Bohrstelle, um dort Wasser in große Kanister abzufüllen.
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Die vollen, schweren Wasserbehälter werden dann von den Eseln nach Hause getragen. Schulpartnerschaft

Phase 2: Verlegen der Wasserleitung zur N'goso Primary School

Ende Mai begann die 2. Projektphase damit, dass dicke schwarze Wasserleitungen in Narok eingekauft und zur Bohrstelle transportiert wurden.

Diese Leitungen mussten nun auf einer Strecke von 900 Metern in die Erde eingegraben werden und zwar auf dem direkten Weg zwischen den Türmen mit den Wassertanks und der Schule.

Dazu trafen sich an einem Tag viele Menschen aus der Gemeinde N'goso, um gemeinsam an dem langen Graben zu arbeiten.
Zuerst wurde mit einem weißen Strich markiert, wo der Graben für die Leitung ausgehoben werden sollte.


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Auf der ganzen Strecke zwischen den Wassertürmen und der Schule arbeiten Männer, Frauen und Kinder daran, den Graben für die Wasserleitung auszuheben.

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Da es in der Gegend seit mehreren Monaten nicht mehr geregnet hatte, war der Erdboden sehr hart. Die Arbeiter mussten das Erdreich bewässern, bevor sie den Boden mit Hacken und Schaufeln bearbeiten konnten.

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Phase 3: Bau der Wasserausgabestelle, Duschen und Viehtränke

Zwischenzeitlich sind die Arbeiten an der Wasserleitung beendet und aus der schwarzen Leitung fließt bereits Wasser bis zur Primary Schule in N‘goso. Das Wasser fließt allein wegen des Druckes, der durch den Höhenunterschied der Wasserbehälter zur Lage der Schule entsteht. Es ist keine zusätzliche Pumpe notwendig.

Schulpartnerschaft Damit das Wasser fließen kann, muss bei den Wassertanks ein Stellhebel umgelegt werden.
Durch den Stellhebel kann jederzeit der Wasserzufluss von den Tanks in die Wasserleitung gestoppt werden. Sollte an der Leitung einmal eine defekte Stelle auftreten, geht kein Wasser verloren.


Der Rohbau vom Wasser-Kiosk steht schon. In dem kleinen Häuschen wird später das Wasser an die Menschen aus N'goso abgegeben. Aus Sicherheitsgründen werden die Wasserhähne im Kiosk eingeschlossen. Der Zugang wird zu festgelegten Öffnungszeiten möglich sein.

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Franco Setek, der bereits jetzt als Wachmann bei den Wassertürmen arbeitet, passt auf, dass nichts beschädigt und kein Wasser verschwendet wird. Er wird später den Wasser-Kiosk betreiben.

Wir halten Euch über die weiteren Fortschritte auf dem Laufenden.
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