Energie- und Umwelttag in Mönsheim

Der erste Energie- und Umwelttag in der Ortsmitte von Mönsheim hat zahlreiche Besucher angelockt. Vor allem örtliche Organisationen, Einrichtungen und Betriebe haben ihre Angebote passend zum Thema präsentiert. Das Energie- und Bauberatungszentrum (ebz) Pforzheim/Enzkreis und die EnBW haben das Informationsangebot ergänzt. 

 

„Es ist ein Mix aus Ausstellung, Mitmachaktionen, Infos und Vorträgen“, sagte Bürgermeister Thomas Fritsch bei der Eröffnung. „Wir werden hier nicht die Welt retten, aber wir möchten zeigen, dass jeder etwas tun kann, schließlich geht es um die Natur, die wir unseren Kindern zurücklassen.“ Er betonte außerdem, dass das Thema Energie und Umwelt mit dem Aktionstag nicht abgeschlossen werden soll. „Im Idealfall findet sich wie in Wiernsheim eine Arbeitsgruppe, die das Thema in Mönsheim lebhaft hält“, regte Fritsch an. 

 

Im Rahmen der Vortragsreihe im Rathaus berichteten auch Vertreter des Arbeitskreises Energie Wiernsheim über die Erfahrungen in ihrer Gemeinde. „Energie und Umwelt geraten durch die politische Lage in den Hintergrund“, sagte Gemeinderat Joachim Baumgärtner im Gespräch mit der PZ, der den Anstoß zum Aktionstag in Mönsheim gegeben hatte und sich über die vielfältigen Angebote freute. In der Ausstellung in und vor der Alten Kelter gab es viele Informations- und Mitmachangebote. So konnten die Besucher am Stand der Gemeinschaftsschule Heckengäu verschiedene Modelle zur Energieumwandlung in Funktion sehen. 

 

Lehrer Michael Kuhnle und die Neuntklässler Patrick und Lukas stellten Modelle mit festem Brennstoff, Wasserdampf oder Strom bis hin zur Brennstoffzelle vor. Sogar ein kleines Fahrzeug mit Salzwassermotor machte vor dem Stand seine Runden und auch die kleine Dampfmaschine zog immer wieder die Blicke auf sich. Interessante Plätze im Ort und einfache Experimente für Kinder hatte Erzieherin Heike Golderer für Eltern und Kinder zusammengefasst. „Das sind auch Touren, die wir mit dem Kindergarten unternehmen“, erklärte sie. „Viele gehen sonst wohin mit ihren Kindern und wissen gar nicht, was es hier alles gibt.“ Für die Jüngsten gab es neben der Alten Kelter auch Mitmachangebote, wie Nisthilfen für Insekten, Papierschöpfen, Gerücheraten und einiges mehr. 

 

Auch das Waldmobil des Enzkreises war vor Ort. Unterdessen konnten sich die Erwachsenen in aller Ruhe informieren – beispielsweise über die Biolandwirtschaft am Sonnenhof Mönsheim, bei der Honig-Verkostung von Imker Rudolf Blanarsch oder sich zu Wärmedämmsystemen beraten lassen, zu Klimaschutz, Photovoltaik und über Förderungsmöglichkeiten und kostengünstige Kredite für Sanierung oder barrierefreien Umbau. 

 

23.04.2017, Pforzheimer Zeitung, Autor: Claudia Keller