Outdoor-Training auf der Burg Rabeneck

Vom 8. bis zum 12.7.2013 ließen sich die Schülerinnen und Schüler der beiden achten Klassen auf viele Angebote zur Vorbereitung auf das Berufsleben ein. Dafür verbrachten sie die Schulwoche gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Herr Weiler und Frau Konz in der Dillweißensteiner Jugendherberge Burg Rabeneck.

 

Die Aufregung war groß, als die Schüler der 8a und 8b auf den Bus warteten, der sie nach Pforzheim-Dillweißenstein bringen sollte. Auch wenn das natürlich keine weite Reise war, bedeutete es doch, eine Schulwoche lang nicht zu Hause zu sein. Für manche war das einfach nur aufregend, andere spürten schon das erste Heimweh.

Nachdem die Busfahrt und der Einzug in die Zimmer geschafft waren, ging es dann richtig los. Denn das Outdoor-Training ist kein einfaches Schullandheim, sondern soll den Schülerinnen und Schülern helfen, die Kompetenzen zu erlangen, die sie für ihre Ausbildung benötigen. Mit diesen Kompetenzen, wie beispielsweise Teamfähigkeit oder Zuverlässigkeit, setzten sich die Schüler auseinander, um sich dann für eine davon zu entscheiden, auf die sie während der Woche ihr besonderes Augenmerk legen wollten.

Dank der Unterstützung und Vorbereitung von Frau Wuff, der Schulsozialarbeiterin am Standort Mönsheim, verbrachten die Schüler den weiteren Tag mit erlebnispädagogischen Übungen. Diese absolvierten sie an verschiedenen Stationen, die bei der im nahen Wald gelegenen Burg Kräheneck aufgebaut waren. Da hieß es, eine mit Wasser gefüllte Dose auf einer Plane zu transportieren, eine „Sprengstoffflasche“ zu bergen oder die Gruppe auf einem schmalen Balken nach dem Alter zu sortieren. Es waren also alles Aufgaben, für deren Gelingen eine gute Zusammenarbeit der ganzen Gruppe notwendig war.

 

Am Dienstag ging es für die Klasse 8a in den Hochseilgarten im Wildpark Pforzheim. Die Schüler der Klasse 8b blieben auf der Burg Rabeneck und befassten sich unter der Anleitung von Frau Mpock, Mitarbeiterin bei BBQ Pforzheim, mit der Planung ihres weiteren Lebens: „Spiel dein Leben“. Hierbei wurde vielen Schülern überhaupt erst bewusst, was das Leben eigentlich kostet und dass sich einige Träume nur erfüllen lassen, wenn man an anderer Stelle dafür eine Einschränkung hinnimmt.

Keine geringere Herausforderung an die Klasse war der Bau einer Brücke aus Tonpapier. Das klingt einfach. Ist es aber nicht, wenn man in zwei Gruppen arbeitet und nur die eine Hälfte der Brücke baut, ohne die andere zu sehen, und auf mündliche Absprachen angewiesen ist.

 

Der Mittwoch war wohl der anstrengendste Tag für alle. Er begann mit vielen, vielen Informationen von Frau Heinkel, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Pforzheim, rund um Ausbildungsmöglichkeiten in der Region und deren Voraussetzungen.

Auch nachmittags ging es zum Thema Ausbildung weiter, genauer gesagt zur Bewerbung. Die Schüler absolvierten in kleinen Gruppen jeweils zwei Workshops. Sie lernten, wie man sich am Telefon richtig präsentiert und was in den Einstellungstests bei größeren Firmen gefragt wird. Angeboten wurden diese Workshops von Frau Walper, Mitarbeiterin bei BBQ Pforzheim, Frau Mpock, Frau Wuff und Herr Weiler.

 

Am Donnerstag hieß es dann für die Klasse 8a „Spiel das Leben“ und Brückenbau und die Klasse 8b ging in den Hochseilgarten. Das war, wie auch schon davor für die 8a, das absolute Highlight des Outdoor-Trainings! Erst wurden die Schüler unter der Anleitung der beiden Guides bei verschiedenen Aufgaben in Bodennähe an ihr Limit geführt. Ein „Sumpf“ musste mit Balken überquert werden und eine „tiefe Schlucht“ gar nur über zwei gespannte Drahtseile. Da waren Mut und Vertrauen gefragt.

Nachdem sie für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit viel Lob eingeheimst hatten, ging es nachmittags nach oben in die Bäume. Trotz anfänglicher Skepsis bei manchen, waren dann doch irgendwann alle am Klettern und es waren nur noch lachende Gesichter zu sehen!

Ein schöner und anstrengender Tag... Leider dann sogar schon der letzte gemeinsame Abend, den natürlich alle Schüler beider Klassen gemeinsam verbrachten. Da es ein schöner, warmer Sommerabend war, bot sich dafür der Dillweißensteiner Sportplatz an. Da konnte jeder den Ausklang finden, den er sich wünschte: Fußball und Indiaca spielen oder einfach nur mit den alten und in der Woche neu gewonnen Freunden zusammensitzen und reden.

 

Am Tag der Abreise blickte man in vom wenigen Schlaf erschöpfte, aber glückliche Gesichter. Die Meisten hatten doch Vieles gelernt, wie sich in der Reflexion zeigte. Vor allem das Miteinander war gestärkt worden. Als es zum Abschluss die Möglichkeit gab, sich gegenseitig Positives auf einen auf den Rücken geklebten Pappteller zu schreiben, hatte dadurch jeder eine schöne Erinnerung an die gemeinsame Woche.

Jetzt gab es nur noch eine letzte Aufgabe, bevor sie die Rückreise antreten durften: Aufstellen zum Gruppenbild. Und bitte lächeln!